POGEA RACING

NEMESIS001 DOWN UNDER

NEMESIS001 DOWN UNDER.

Es ist immer wieder interessant zu sehen, wie viele Aspekte und Variationen eines einzigen Modells oder einer Sonderserie möglich sind. Im Grunde genommen kann man hier unendlich viele Varianten produzieren, immer mit dem Fokus auf ein Einzelstück, für den Kunden hergestellt - einzigartig. So hier auch in diesem Fall. Aufgabe war es eine straßenlegale Version des Nemesis zu bauen. Im Exportbereich schaffen wir es das Fahrzeug bereits auf 500PS haltbar abzustimmen. Inwiefern das sinnvoll ist, oder nicht, oder fahrbar oder einfach nur bescheuert sei mal dahin gestellt. Der Pogea Racing NEMESIS000 hat die 500PS Grenze bereits letztes Jahr leicht geknackt und fährt sich brutal. Wenn das allerdings noch alles leise, sauber und emissionsgerecht sein soll, dann muss man schon etwas tiefer in die Trickkiste greifen.

In Zusammenarbeit mit einem renommierten Abgaslabor waren wir in der Lage die Werte so zu bekommen, dass diese für den australischen Kunden bei der Zulassung keine Probleme bereiten sollte. Denn das fertige Fahrzeug geht nach Sydney, Australien. Mit einem 200 Zeller Katalysator und fetten Dämpfern aus der MONSTERexhaust Serie konnten wir alle relevanten Werte einhalten ohne mit den Abgastemperaturen und dem Abgasgegendruck die Effizienz der Leistungsentfaltung uninteressant zu machen. Der Stoßaufladungskrümmer, der in Deutschland von unserem Partner Heiko Domnick - HDT Motorsport gefertigt wurde trägt auch einen massiven Teil dazu bei ein enormes Drehmoment von 550Nm zu generieren und gleichzeitig aber die Leistung bei 410PS elektronisch begrenzt einzufangen, ohne Kat und ohne Dämpfer sind wir bei 481PS gewesen - allerdings auch bei 124dB/A. Möglich war das mit dem Honeywell GarrettGTX2861 GEN2 und den speziell für dieses Projekt angefertigte Nockenwellenpaket von Colombo & Bariani.

Der Block wurde zuerst in Italien aufgebaut. Da aber die dort von einem ehemaligen Partner abgelieferte Arbeit katastrophal war wurde ein komplett neuer Motor hergenommen und hier bei uns im Schwabenländle neu aufgebaut. Der 2.0L Turbo hat nun neue Sleeves, deren Rohlinge von Ferrari stammen, die Kühlung Zylinderkopf und Block wurde überarbeitet, die Pleul sind nun von Italianrp und die Kolben wurden in Stuttgart entworfen, gezeichnet und dann von Pistal Racing srl in Italien für uns gefertigt. Zu dem ganzen Spass kommen noch ein speziell von uns gefertigter Ladeluftkühler, der mit Netzen vom Porsche 997 Turbo gefertigt wurde, neue Rohrführungen für die gesamte Kühlung, und zuletzt - was man nicht vergessen darf ist das massiv verstärkte Getriebe. Der 3. und 4. Gang wurden verstärkt. Ein spezieller Betrieb für Rohstoffhärtung, welches die ZF in Friedrichshafen auch verwendet hat dann den gesamten Strang noch zusätzlich gehärtet. Das TCT arbeitet nun mit einer Sinterkupplung, welche glücklicherweise von uns angelernt werden kann und wurde. In Anbetracht der Tatsache, dass die Werksdokumentation zu dem Getriebe falsch ist bedarf es hier massiven technischen Verständnis und Geduld um dann die Kupplung so anzulernen, dass nachher alle Gänge problemlos gehen. Die Software wurde in Zusammenarbeit mit unserem Freund Stefan Siemoneit von SIEMONEIT RACING auf der originalen ECU per Simulation gemacht - denn wir können das!

Das komplette Bodykit, bestehend aus Frontschürze, Heckschürze, Seitenschweller mit Spoilerschwertern, verstellbaren Heckspoiler, Scoop System zur zusätzlichen Kühlung sowie unzählige anderen Kohlefaser Elementen wurden mit einem speziellen groben Metallic-Silber lackiert, welches Alfa Romeo auf dem Genfer Automobilsalon an einem Prototypen zeigte. Der Klarlack auf dem Silber ist wie immer das „Extra Matt 923-50“. Das Carbon wurde mit 12 Schichten Klarlack - ebenfalls von Glasuritlackiert. Die Lackierarbeiten und die Montage an unserer Dachschale übernahm an diesem Wagen die CDC-International GmbH und dem Team um Michael Schneider in unserem Auftrag. Die Lackierarbeiten der Kohlefaserbauteile übernahm die Firma Faserschmiede.carbon aus Germersheim. Wir sind froh mit zuverlässigen und ausschließlich lokalen Firmen zusammen zu arbeiten!

Auch an den Achsen ist viel passiert. Das Fahrwerk stammt von unserem Partner KW suspensions KW automotive GmbH, welches unser für uns abgestimmtes V2 by Pogea geliefert hat und mit den von uns hergestellten Shims und weiteren Fahrwerksteilen ordentlich auf der Rennstrecke zu bewegen ist. Und dann noch die Fahrwerksabstimmung von unserem Profi Patrick Ziernheld, der hier einen gigantischen Ruf besitzt Fahrwerk wie ein junger Gott einstellen zu können und schon aus den umliegenden Ländern Kunden angezogen hat. Das ganze wäre nicht möglich ohne die für uns BESTEN REIFEN DER WELT von unserem Technologiepartner Michelin. Die 18/19 Zoll Kombination der Pilot Sport 4S sehen in Verbindung mit unseren „ORBI5“ Schmiederädern in Steinway & Sons Schwarz hochglänzend infernalisch gut aus und behalten immer noch was von der Kultur und der Optik von Alfa Romeo, so dass die Puristen nicht motzen können.

ALFA 4C PRESSEBERICHT

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